Ich bin 34 Jahre alt und alleinerziehender Vater von dreijährigen Zwillingen, Bella und Lily. Ihre Mutter verließ uns, als sie noch ein paar Monate alt waren, und ließ mich allein zurück – mit Windeln, nächtlichen Fütterungen und allem dazwischen. Ich nahm einen Remote-IT-Job an, damit ich zu Hause bei den Mädchen sein konnte, und arbeitete immer dann, wenn sie schliefen oder in der Kita waren. Kaffee war meine Lebensader, und obwohl das Leben erschöpfend war, erinnerte ich mich jeden Tag daran, dass sie an erster Stelle kamen.

In diesem Jahr schien plötzlich alles gleichzeitig zusammenzubrechen. Die Kita schloss, mein Gehalt wurde gekürzt, meine Mutter brauchte eine Operation, die sie sich nicht leisten konnte, die Miete stieg und unsere Waschmaschine ging kaputt. Tage lang wusch ich die Wäsche von Hand, bis meine Hände aufrissen und bluteten. Erschöpft machte ich mich schließlich auf den Weg zu einem Secondhand-Geräteladen, in der Hoffnung, etwas Bezahlbares zu finden, während die Zwillinge im Kinderwagen herumkletterten.
Im Laden näherte sich mir eine ältere Frau mit warmen Augen und einem freundlichen Lächeln. Sie bemerkte die Zwillinge, sprach ein paar aufmunternde Worte und schlug mir sogar eine bestimmte Waschmaschine vor. Ihre Freundlichkeit nahm einen Teil der Last von meinen Schultern. Ich kaufte die empfohlene, ramponierte Samsung-Waschmaschine – nur um zu entdecken, dass sich eine kleine Pappschachtel in der Trommel befand. Darin lag eine Notiz: „Für dich und deine Kinder. —M.“ Zusammen mit Schlüsseln und einer Adresse. Mir wurde klar, dass die Frau ein Geschenk arrangiert hatte, das unser Leben verändern konnte.

Die Adresse führte zu einem kleinen, komplett eingerichteten Haus mit gefülltem Kühlschrank und einer weiteren Notiz, die erklärte, dass es ihrer Schwester gehörte, die schon immer Kinder haben wollte. Das Haus war nun für uns bestimmt und sollte wieder voller Leben sein. Tränen liefen mir über die Wangen, als ich erkannte, dass die Freundlichkeit einer Fremden uns Hoffnung und einen Neuanfang geschenkt hatte – etwas, das ich nach Monaten des Kampfes nicht für möglich gehalten hätte.
Sechs Monate später hatten die Zwillinge ihre eigenen Zimmer, wir pflanzten Blumen im Garten, und meine Mutter erholte sich sicher im Gästezimmer. An ruhigen Abenden sitze ich am Kamin, höre die Mädchen kichern und denke daran, wie knapp ich davor war, aufzugeben – und wie eine Frau in einer geblümten Bluse, die einen erschöpften Vater in einem Secondhand-Laden bemerkte, unser Leben für immer verändert hat.